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10. September 2017

10 Thesen zur Zukunft der öffentlich-rechtlichen Medien

Seit Februar 2016 haben wir in einem Gesprächskreis über die Zukunft der öffentlich-rechtlichen Medien debattiert. Unsere Prämisse dabei ist, dass es nur eine mediale Selbstbeobachtung der Gesellschaft gibt, die von allen Bürgern beauftragt, bezahlt und kontrolliert wird und deshalb allein dem öffentlichen Interesse verpflichtet ist: die Öffentlich-Rechtlichen. Gerade in Zeiten von Fake News und algorithmisch verstärkten Filterblasen sind sie unerlässlich für die demokratische Meinungsbildung. Zugleich ist uns klar, dass einiges im Argen liegt beim Beauftragen und Beaufsichtigen durch uns alle, bei Transparenz und Partizipation, bei lokaler und europäischer Öffentlichkeit. Und vor allem müssen die Öffentlich-Rechtlichen konsequent für das digitale Zeitalter weiter entwickelt werden.

Dass etwas geschehen muss, ist auch den Rundfunkpolitikern klar. Am 30. August begannen die Beratungen über Auftrags- und Strukturoptimierung von ARD, ZDF und Deutschlandradio, die am 29. September im Kamingespräch der Ministerpräsidenten der Länder und schließlich im nächsten Rundfunkstaatsvertrag münden werden. Die Thesen sind unser Beitrag zu diesem Prozess der Digitalisierung, Verjüngung und Generalreform der öffentlich-rechtlichen Medien. Der Diskussionsanstoß wird von 46 Erstunterzeichnerinnen und -unterzeichnern vor allem aus der Wissenschaft getragen. (Die Thesen als PDF.)

Am Freitag haben wir unsere Thesen als Offenen Brief an den Rundfunkgesetzgeber, die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder und die Mitglieder der Rundfunkkommission, geschickt. Gleichzeitig ging die Website zukunft-öffentlich-rechtliche.de online, wo wir zur Mitzeichnung der Thesen einladen.

Der Tagesspiegel hat über den Offenen Brief berichtet, ebenso Netzpolitik und Turi2. Eine Debatte findet jeweils unter den Artikeln statt, besonders lebhaft beim Tagesspiegel, sowie auf Twitter unter #ZukunftÖR.

Unsere Thesen reihen sich ein in eine Kette ähnlicher Reformvorschläge, darunter Vision 2020, zehn Thesen zur Zukunft öffentlich-rechtlicher Medien der Kooperative Berlin (Mai 2015), Öffentlich-rechtlich? Ja, bitte! Fünf Thesen zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von ver.di (März 2014), Zehn Thesen zur Zukunft der Medien von Matthias Michael im Cicero (o. D.) und Thesen zur medialen Grundversorgung im Internet-Zeitalter des Projektes Grundversorgung 2.0 an der Leuphana Universität Lüneburg (Januar 2013).

9. September 2017

Demo Freiheit 4.0

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18. August 2017

Radio 100 Festival 2017: die Abendveranstaltungen

Filed under: Deutsch,radio,Video — Schlagwörter: — vg @ 20:34

Radio 100 LogoDas links-alternative Radio 100 ging am 1. März 1987 auf Sendung und am 28. Februar 1991 in die Insolvenz. Den 30. Jahrestag des Sendestarts begingen wir mit einem Festival am 3. und 4. März 2017 im Columbia Theater Berlin.

Hier die Videoaufnahmen der Konzerte und Parties: (more…)

Radio 100 Festival 2017: die Panels

Filed under: Deutsch,radio,Video — Schlagwörter: — vg @ 20:33

Radio 100 LogoDas links-alternative Radio 100 ging am 1. März 1987 auf Sendung und am 28. Februar 1991 in die Insolvenz. Den 30. Jahrestag des Sendestarts begingen wir mit einem Festival am 3. und 4. März 2017 im Columbia Theater Berlin.

Hier die Videoaufnahmen der Panels zu Gegenöffentlichkeit damals und heute: (more…)

Radio 100 Festival 2017: die Sendungen

Filed under: Audio,Deutsch,radio — Schlagwörter: — vg @ 20:33

Radio 100 LogoDas links-alternative Radio 100 ging am 1. März 1987 auf Sendung und am 28. Februar 1991 in die Insolvenz. Den 30. Jahrestag des Sendestarts begingen wir mit einem Festival am 3. und 4. März 2017 im Columbia Theater Berlin.
Am 4. März ging Radio 100 noch einmal auf Sendung auf UKW 88vier.

Hier die Mitschnitte der Radiosendungen: (more…)

3. Juli 2017

Studie „Technologien für und wider Digitale Souveränität“

Filed under: Deutsch,text — Schlagwörter: , — vg @ 16:21
Verbraucherbeirat stellt Studie zu digiatler Souveränität vor

von links nach rechts: Gesche Joost, Carolin Silbernagel, Rüdiger Weis, Walter Palmetshofer, Gerd Billen.

Am Donnerstag hat der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (SVRV) des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) das Gutachten „Digitale Souveränität“ vorgestellt. Darin wird u. a. ein Datenportal vorgeschlagen, auf dem wir alle Daten einsehen und korrigieren können, die Plattformen über uns sammeln, das von der Initiative MyData inspiriert ist. Außerdem soll die Sicherheit im Internet of Things erhöht und durch verpflichtende Sicherheitsupdates und Quellcode-Hinterlegung abgesichert werden.

Weis Lucks Grassmuck StudieZusammen mit den Kryptologen Rüdiger Weis und Stefan Lucks habe ich dafür eine Studie zu Technologien für und wider Digitale Souveränität erstellt. Sie ist zusätzlich zum Beiratsgutachten veröffentlicht worden, ebenso wie eine weitere Studie von Walter Palmetshofer, Arne Semsrott und Anna Alberts: Der Wert persönlicher Daten. Ist Datenhandel der bessere Datenschutz?

22. Juni 2017

Öffentlich-Rechtliche im Internet

Auf der Tagung „Öffentlich-rechtliche Medien im (digitalen) Wandel“ der Heinrich Böll Stiftung und der Otto Brenner Stiftung am 11. Mai 2017 in Berlin habe ich mich für eine starke, offene Plattform der öffentlich-rechtlichen Sender im Internet ausgesprochen und ein klares Bekenntnis zur kategegorialen Verschiedenheit gegenüber privatwirtschaftlichen Medien gefordert. Die Böll Stiftung hat den Beitrag in Text und Ton in ihrem Dossier: Öffentlich-rechtliche Medien im Wandel dokumentiert.

30. März 2017

Stufenleiter der Geschichte

Filed under: Deutsch,photo — Schlagwörter: , — vg @ 18:43

Treppenwitz-der-HU2

Ein Schildbürgerstreich? In der Eingangshalle der Humboldt-Universität? Nein, hier muss es um Größeres, Höheres oder zumindest Tieferes gehen. (more…)

20. Januar 2017

Stellungnahme zum ZDF-Gutachten über öffentlich-rechtliches Fernsehen in Zeiten der Cloud

Stellungnahme zum ZDF-Gutachten

für

Anhörung des Ausschusses für Medien, Digitale Infrastruktur und Netzpolitik

des Landtages Rheinland-Pfalz, 12. Januar 2017

von

Dr. Volker Grassmuck

Mediensoziologe, Berlin

vgrass@vgrass.de

Das Gutachten von Dieter Dörr, Bernd Holznagel und Arnold Picot, Legitimation und Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Zeiten der Cloud, im Auftrag des ZDF, vorgestellt am 4. November 1016, ist einer der besten Darstellungen der aktuellen Herausforderungen für öffentlich-rechtliche Medien. Zusammen mit dem Konzept des neuen Jugendangebots von ARD und ZDF (Juni 2015), das am 01.10.2016 unter dem Namen „Funk“ gestartet ist, und dem von der BBC im Rahmen ihrer Charter-Erneuerung vorgelegten Konzept „British, Bold, Creative“ (September 2015), auf die die Gutachter sich ausgiebig beziehen, gibt es einen fundierten Überblick über die Lage und die Ideen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Übergang von Rundfunk zu Internet. (more…)

4. Januar 2017

„Scoring“ auf dem 56. netzpolitischen Abend

Filed under: Deutsch,Public Appearance,Video — Schlagwörter: , , , , — vg @ 17:25

Den Vortrag zu Scoring auf dem 33c3 habe ich auf dem 56. netzpolitischen Abend der Digitalen Gesellschaft am 3.1.2017 noch einmal gehalten.

#npa056 Volker Grassmuck „Risiko-Scoring“ from c-base on Vimeo.

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