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22. November 2017

Der Bildungsauftrag öffentlich-rechtlicher Medien

Der Bildungsauftrag öffentlich-rechtlicher Medien

„Bildung ist die gefährlichste Waffe, die Du verwenden kannst, um die Welt zu verändern.“ Gesehen an einer Grundschule auf einer Kaffeeplantage auf São Tomé.

„Bildung ist die gefährlichste Waffe, die Du verwenden kannst, um die Welt zu verändern.“ Gesehen an einer Grundschule auf einer Kaffeeplantage auf São Tomé.

Eine Studie im Auftrag des Public-Value-Kompetenzzentrums des ORF

Dr. Volker Grassmuck

 
 
 
 
 
erschienen in:

ORF, Public Value Jahresstudie 2016/17 „Der Auftrag: Bildung im digitalen Zeitalter“, Wien 2017, S. 91-222

korrigierte, ergänzte und verlinkte Version

19.11.2017

PDF-Version auf Zenodo.org

 

In der intensiven Debatte über den künftigen Auftrag öffentlich-rechtlicher Medien spielt der Bildungsauftrag erstaunlicherweise fast keine Rolle. Die Studie beginnt mit einem kurzen Überblick über die Definitionen des Bildungsauftrags öffentlich-rechtlicher Medien in Großbritannien, Deutschland und Österreich mit dem Ziel, in dem wenig konturierten Feld zumindest Parameter eines öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrages zu identifizieren.

Die Meinungs- und Willensbildung des demokratischen Souveräns mit vielfältigen Angeboten zu unterstützen, ist Kern des öffentlich-rechtlichen Auftrags. Daher ist auch für seinen spezifischeren Bildungsauftrag die politische Bildung als eine zentrale Aufgabe zu erwarten, die jedoch in der Literatur selten expliziert wird (z. B. von Naderhirn 2009). Zum einen gibt es Bildungsangebote im engen Sinne für den Vorschulbereich, für Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung rsp. lebenslanges Lernen, mit denen die Öffentlich-Rechtlichen die primären Bildungsträger unterstützen und ihr Curriculum begleiten. Daneben verstehen sie ihren Bildungsauftrag in einem weiten Sinne als eine programmliche Querschnittsaufgabe. Es finden sich Hinweise auf die enge Verwandtschaft mit dem Kulturauftrag (Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages 2006), aber auch mit dem Informationsauftrag (Hoffmann 2016).

Nach der Darstellung des regulatorischen und programmlichen Ist-Zustands wird im nächsten Schritt auf die Debatte über die Weiterentwicklung des Auftrags im digitalen Zeitalter fokussiert. Der digitale Medienwandel stellt Grundkategorien des Rundfunksystems in Frage („Rundfunk“, linear vs. non-linear usw.) und fordert Redaktionen mit neuen Aufgaben (cross-mediale Multi-Plattform-Verbreitung, Moderation von Kommentaren usw.). (more…)

17. November 2017

Formate des Politischen

Politik und Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter war das Thema der dritten Konferenz „Formate des Politischen“ am 9. und 10. November 2017 in der Bundespressekonferenz. Ausgerichtet wurde sie von Deutschlandfunk, Bundeszentrale für politische Bildung und Bundespressekonferenz.

Das Panel Die Politisierung neuer Themen, Gegenöffentlichkeiten und die digitale Spaltung der Gesellschaft am Donnerstag um 13:30 widmete sich den Fragen: „Wie kommen neue Themen auf die politische Agenda? Führt die Digitalisierung zu einer neuen Vielfalt oder vor allem zu einer Spaltung der Gesellschaft? Welche Techniken prägen die politische Kommunikation der Zukunft und wie wird dadurch politische Meinung gebildet?“

Vortrag: Konstantin Vössing, Humboldt-Universität zu Berlin:

Diskussion mit Franzi von Kempis und mir, moderiert von Miriam Vogel,
Teil 1:

Teil 2:

Diskussion mit Publikum:
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13. November 2017

ORF: Der Bildungsauftrag öffentlich-rechtlicher Medien im digitalen Zeitalter

ORF Jahresstudie 2016/17Die Public Value Jahresstudie 2016/17 des ORF unter dem Titel „Der Auftrag: Bildung im Digitalen Zeitalter“ ist erschienen. Vorgestellt wurde sie auf dem DialogForum am 13.11.2017 im ORF RadioKulturhaus in Wien. Die Videoaufnahme unserer Diskussion folgt hier, sobald sie online ist.

In der Studie findet sich neben Artikeln von Hartmut Rosa, Bernhard Pörksen und Katharine Sarikakis auch ein Beitrag von mir:

Der Bildungsauftrag öffentlich-rechtlicher Medien

„In der intensiven Debatte über den künftigen Auftrag öffentlich-rechtlicher Medien spielt der Bildungsauftrag erstaunlicherweise fast keine Rolle. Die Studie beginnt mit einem kurzen Überblick über die Definitionen des Bildungsauftrags öffentlich-rechtlicher Medien in Großbritannien, Deutschland und Österreich mit dem Ziel, in dem wenig konturierten Feld zumindest Parameter eines öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrages zu identifizieren.

Die Meinungs- und Willensbildung des demokratischen Souveräns mit vielfältigen Angeboten zu unterstützen, ist Kern des öffentlich-rechtlichen Auftrags. Daher ist auch für seinen spezifischeren Bildungsauftrag die politische Bildung als eine zentrale Aufgabe zu erwarten, die jedoch in der Literatur selten expliziert wird. Zum einen gibt es Bildungsangebote im engen Sinne für den Vorschulbereich, für Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung rsp. lebenslanges Lernen, mit denen die Öffentlich-Rechtlichen die primären Bildungsträger unterstützen und ihr Curriculum begleiten. Daneben verstehen sie ihren Bildungsauftrag in einem weiten Sinne als eine programmliche Querschnittsaufgabe. Es finden sich Hinweise auf die enge Verwandtschaft mit dem Kulturauftrag, aber auch mit dem Informationsauftrag.

Weiterlesen auf den Seiten 91 – 222 in der ORF Public Value Jahresstudie 2016/17.

1. November 2017

Freie Software ist die Erfolgsgeschichte des Jahrhunderts … aber kein Schwein kriegt’s mit: WTF?

Filed under: Deutsch,Public Appearance,Video — Schlagwörter: , , — vg @ 13:55

Am 16. September 2017 fand wieder der globale Software Freedom Day statt. Den SFD-Berlin hat Daniel Guagnin auf der c-base organisiert. Vorgetragen haben neben Daniel zum Schutz von Daten und Privatsphäre mit Freier Software: Peggy Sylopp zu Wireless Community Projects in Brasilien, André Klöpfel zu Freier Software im Bildungsbereich und Polina Malaja zur FSFE-Kampagne „Public Money Public Code“. Einen Bericht und weitere Videos gibt es hier.

Mein Beitrag „Freie Software ist die Erfolgsgeschichte des Jahrhunderts … aber kein Schwein kriegt’s mit: WTF?“ ist hier zu sehen:

10. September 2017

10 Thesen zur Zukunft der öffentlich-rechtlichen Medien

Seit Februar 2016 haben wir in einem Gesprächskreis über die Zukunft der öffentlich-rechtlichen Medien debattiert. Unsere Prämisse dabei ist, dass es nur eine mediale Selbstbeobachtung der Gesellschaft gibt, die von allen Bürgern beauftragt, bezahlt und kontrolliert wird und deshalb allein dem öffentlichen Interesse verpflichtet ist: die Öffentlich-Rechtlichen. Gerade in Zeiten von Fake News und algorithmisch verstärkten Filterblasen sind sie unerlässlich für die demokratische Meinungsbildung. Zugleich ist uns klar, dass einiges im Argen liegt beim Beauftragen und Beaufsichtigen durch uns alle, bei Transparenz und Partizipation, bei lokaler und europäischer Öffentlichkeit. Und vor allem müssen die Öffentlich-Rechtlichen konsequent für das digitale Zeitalter weiter entwickelt werden.

Dass etwas geschehen muss, ist auch den Rundfunkpolitikern klar. Am 30. August begannen die Beratungen über Auftrags- und Strukturoptimierung von ARD, ZDF und Deutschlandradio, die am 29. September im Kamingespräch der Ministerpräsidenten der Länder und schließlich im nächsten Rundfunkstaatsvertrag münden werden. Die Thesen sind unser Beitrag zu diesem Prozess der Digitalisierung, Verjüngung und Generalreform der öffentlich-rechtlichen Medien. Der Diskussionsanstoß wird von 46 Erstunterzeichnerinnen und -unterzeichnern vor allem aus der Wissenschaft getragen. (Die Thesen als PDF.)

Am Freitag haben wir unsere Thesen als Offenen Brief an den Rundfunkgesetzgeber, die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder und die Mitglieder der Rundfunkkommission, geschickt. Gleichzeitig ging die Website zukunft-öffentlich-rechtliche.de online, wo wir zur Mitzeichnung der Thesen einladen.

Der Tagesspiegel hat über den Offenen Brief berichtet, ebenso Netzpolitik und Turi2. Eine Debatte findet jeweils unter den Artikeln statt, besonders lebhaft beim Tagesspiegel, sowie auf Twitter unter #ZukunftÖR.

Unsere Thesen reihen sich ein in eine Kette ähnlicher Reformvorschläge, darunter Vision 2020, zehn Thesen zur Zukunft öffentlich-rechtlicher Medien der Kooperative Berlin (Mai 2015), Öffentlich-rechtlich? Ja, bitte! Fünf Thesen zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von ver.di (März 2014), Zehn Thesen zur Zukunft der Medien von Matthias Michael im Cicero (o. D.) und Thesen zur medialen Grundversorgung im Internet-Zeitalter des Projektes Grundversorgung 2.0 an der Leuphana Universität Lüneburg (Januar 2013).

9. September 2017

Demo Freiheit 4.0

Filed under: Call for Action,Deutsch,photo — Schlagwörter: , , , — vg @ 23:20


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18. August 2017

Radio 100 Festival 2017: die Abendveranstaltungen

Filed under: Deutsch,radio,Video — Schlagwörter: — vg @ 20:34

Radio 100 LogoDas links-alternative Radio 100 ging am 1. März 1987 auf Sendung und am 28. Februar 1991 in die Insolvenz. Den 30. Jahrestag des Sendestarts begingen wir mit einem Festival am 3. und 4. März 2017 im Columbia Theater Berlin.

Hier die Videoaufnahmen der Konzerte und Parties: (more…)

Radio 100 Festival 2017: die Panels

Filed under: Deutsch,radio,Video — Schlagwörter: — vg @ 20:33

Radio 100 LogoDas links-alternative Radio 100 ging am 1. März 1987 auf Sendung und am 28. Februar 1991 in die Insolvenz. Den 30. Jahrestag des Sendestarts begingen wir mit einem Festival am 3. und 4. März 2017 im Columbia Theater Berlin.

Hier die Videoaufnahmen der Panels zu Gegenöffentlichkeit damals und heute: (more…)

Radio 100 Festival 2017: die Sendungen

Filed under: Audio,Deutsch,radio — Schlagwörter: — vg @ 20:33

Radio 100 LogoDas links-alternative Radio 100 ging am 1. März 1987 auf Sendung und am 28. Februar 1991 in die Insolvenz. Den 30. Jahrestag des Sendestarts begingen wir mit einem Festival am 3. und 4. März 2017 im Columbia Theater Berlin.
Am 4. März ging Radio 100 noch einmal auf Sendung auf UKW 88vier.

Hier die Mitschnitte der Radiosendungen: (more…)

3. Juli 2017

Studie „Technologien für und wider Digitale Souveränität“

Filed under: Deutsch,text — Schlagwörter: , — vg @ 16:21
Verbraucherbeirat stellt Studie zu digiatler Souveränität vor

von links nach rechts: Gesche Joost, Carolin Silbernagel, Rüdiger Weis, Walter Palmetshofer, Gerd Billen.

Am Donnerstag hat der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (SVRV) des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) das Gutachten „Digitale Souveränität“ vorgestellt. Darin wird u. a. ein Datenportal vorgeschlagen, auf dem wir alle Daten einsehen und korrigieren können, die Plattformen über uns sammeln, das von der Initiative MyData inspiriert ist. Außerdem soll die Sicherheit im Internet of Things erhöht und durch verpflichtende Sicherheitsupdates und Quellcode-Hinterlegung abgesichert werden.

Weis Lucks Grassmuck StudieZusammen mit den Kryptologen Rüdiger Weis und Stefan Lucks habe ich dafür eine Studie zu Technologien für und wider Digitale Souveränität erstellt. Sie ist zusätzlich zum Beiratsgutachten veröffentlicht worden, ebenso wie eine weitere Studie von Walter Palmetshofer, Arne Semsrott und Anna Alberts: Der Wert persönlicher Daten. Ist Datenhandel der bessere Datenschutz?

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